IG Metall Frankfurt
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17.10.2018, 05:10 Uhr

Abstimmung über 24-Stunden-Warnstreik bei AVO Carbon

Mit ganztägigen Warnstreiks soll der Druck erhöht werden

  • 30.01.2018
  • Aktuelles, Bildergalerie, Tarif

Frankfurt – 95,5% der Mitglieder der IG Metall bei AVO Carbon haben sich heute dafür entschieden, am Donnerstag, 1. Februar, für 24 Stunden die Arbeit niederzulegen.

In über 250 Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in allen Regionen Deutschlands werden von Mittwoch, 31.1., bis Freitag, 2.2., 24-Stunden-Warnstreiks stattfinden, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.
Die Kolleginnen und Kollegen bei AVO Carbon streiken für alle Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie.
Deshalb rufen wir dazu auf, die streikenden Kolleginnen und Kollegen am Donnerstag solidarisch zu unterstützen.

Die Tagesstreiks sollen dazu beitragen, dass am kommenden Wochenende eine Verhandlungslösung im Tarifkonflikt möglich wird.
Sollten die Arbeitgeber allerdings bei ihrer Blockadehaltung bleiben, ist die IG Metall auch auf Urabstimmung und Streik für unsere Tarifforderungen vorbereitet.
Unsere Forderungen nach 6% mehr Geld für 12 Monate und kürzere Vollzeit von bis zu 28 Stunden für bis zu zwei Jahre mit Rückkehrrecht und einem Teillohnausgleich für Schichtarbeiter, für die Betreuung von Kindern und die Pflege von Familienangehörigen sind mehr als berechtigt und von den Unternehmern angesichts einer glänzenden wirtschaftlichen Situation bezahlbar.
Dazu Jörg Köhlinger, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall im Bezirk Mitte: „Die Arbeitgeber haben es in den bisherigen Verhandlungen auf eine Eskalation angelegt, sie hatten nie die ernsthafte Absicht zur Einigung. Weder beim Geld noch bei der Arbeitszeit konnte ich Kompromissfähigkeit feststellen. Sie verweigern den Beschäftigten den fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen, der auch auf der hohen Flexibilität der Beschäftigten beruht. Nun werden wir den Konflikt zuspitzen. Die Abstimmungen dazu in den Betrieben geben uns recht: Die Beschäftigten wollen nun in die ganztägigen Warnstreiks.“


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