14. Oktober: VHS diskutiert

Familientragödien und Beziehungsdramen? Wie Medien über Gewalt gegen Frauen berichten

  • 22.09.2021
  • Bildung, Frauenarbeit, Aktuelles

Statistisch gesehen versucht jeden Tag ein Mann in Deutschland seine Frau zu töten, jeden dritten Tag gelingt dies. Geschieht dies durch den (Ex-)Partner wird noch immer von „Beziehungsdramen“ oder „Familientragödien“ berichtet.

Solche verharmlosenden Formulierungen suggerieren, dass es sich um tragische Einzelfälle handelt. Überproportional häufig werden jedoch Fälle von Gewalt gegen Frauen berichtet, in denen sich Täter und Opfer fremd sind.

Die der Frankfurter Volkshochschule (VHS) angeschlossene Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben Frankfurt beschäftigt sich seit einigen Semestern schwerpunktmäßig mit dem Thema „Medien und Journalismus“. Im Vordergrund steht dabei das Bemühen der Möglichkeiten eines reflektierten Umganges mit Nachrichten und Wissen. Dazu gehört auch gewissermaßen die „Produktionsbedingungen“ journalistischer Arbeit zu beleuchten.

Im Juli 2020 erschien bei der Otto-Brenner-Stiftung die Studie „Tragische Einzelfälle? Wie Medien über Gewalt gegen Frauen berichten“. Die Kommunikationswissenschaftlerin Christine Meltzer hat die Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen in 17 deutschen Medien zwischen den Jahren 2015 und 2019 untersucht und dabei rund 3.500 Beiträge aus überregionalen und regionalen Tageszeitungen sowie Boulevardzeitungen ausgewertet.

Am 14. Oktober 2021 von 18.30 bis 20.30 Uhr stellt Christine Meltzer die Ergebnisse der Studie vor. Im Anschluss wird die Möglichkeit zur Diskussion gegeben. Der Kurs findet in der Volkshochschule Frankfurt, Sonnemannstrasse 13, 60314 Frankfurt statt.

Auf der Website der VHS https://vhs.frankfurt.de können sich Interessierte unter der Kursnummer 1802-59 kostenfrei anmelden.

Eine Anmeldung ist auch über das Servicetelefon unter 069/212-71501 oder per E-Mail mit Angabe der o.g. Kursnummer an vhs@frankfurt.de möglich.

Weitere Auskünfte erteilt Christian Becker telefonisch unter 069/212-37656 oder per E-Mail: christian.becker.vhsdon't want spam(at)stadt-frankfurt.de