Tag der Befreiung

Der 8. Mai 2022 mahnt: Die Waffen nieder

  • 04.05.2022
  • Aktuelles

8. Mai 1945: Endlich, die Waffen schweigen in Europa. Der deutsche Faschismus ist militärisch besiegt.

Den befreiten Häftlingen der Konzentrationslager, den Widerstandskämpfer*innen und den aus dem Exil Zurückgekehrten war klar, die Überwindung des Faschismus und eine friedliche Zukunft sind allein militärisch nicht möglich. „Die endgültige Zerschmetterung des Nazismus ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ideal.“

Heute sehen wir uns verstärkt mit Antisemitismus und Rassismus in allen Lebensbereichen konfrontiert. Statt rechtem Terror, wie z.B. NSU 2.0, dem Lübke-Mord oder den rassistischen Morden von Hanau, auf den Grund zu gehen, wird an der „Einzeltäter“-Theorie festgehalten. Faschistische Netzwerke werden geleugnet, sogar dann, wenn sie bei Polizei und Bundeswehr nicht zu übersehen sind.

Auch müssen wir feststellen, dass von Corona-Leugner*innen und „Querdenker*innen“ Missbrauch mit Friedenssymbolen und antifaschistischen Widerstandskämpfer*innen betrieben wird und dass die Verbrechen des Nationalsozialismus von ihnen geleugnet werden.

Es fällt schwer, den 8. Mai unbekümmert zu feiern. Wir gedenken der unermesslichen Opfer, die durch den Hitler-Faschismus verursacht wurden. Wir wissen: Ohne den 8. Mai 1945 könnten wir nicht so leben, wie wir leben. Deshalb fordern wir: Der 8. Mai muss gesetzlicher Feiertag werden.

Wir begrüßen die bedingungslose Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge in der EU. Wir fordern, die rassistische Ausgrenzung anderer Flüchtlinge an den Grenzen sofort zu stoppen. Wir fordern das Ende europäischer Abschottungspolitik!

Angesichts des weltweiten Aufrüstens und der aktuellen Kriege bleiben wir bei unser Forderung: Abrüsten statt aufrüsten und zwar überall auf der Welt.

Programm am 8. Mai 2022

Vormittags in der gesamten Stadt: Frankfurt wird ein Blumenmeer | Wir gedenken der Opfer des NS-Regimes und der Widerstandskämpfer*innen mit Blumen an Gedenktafeln, Gedenkstätten und Stolpersteinen.

Paulsplatz
12:00 Uhr Kranzniederlegung am Mahnmal für die Opfer des NS-Regimes an der Paulskirche

Römerberg
Ab 12:00 Uhr Die beteiligten Organisationen stellen sich mit Infoständen vor
13:00 Uhr Eröffnung der Befreiungsfeier
Schultheater-Studio: Prolog „Damals war es Friedrich“ (Zeitzeugengespräch mit „Sonny“ Sonneberg)
Endlich: Gedenkstätte KZ Katzbach in den Adler-Werken mit Thomas Altmeyer
13:45 Uhr Microphone Mafia
14:30 Uhr Schultheater-Studio: Epilog „Damals war es Friedrich“
Vergessen: Roma und Sinti im Widerstand gegen das NS-Regime
15:15 Uhr Luna de Paita
16:00 Uhr Abschluss