Tarifverhandlungen bei der Netzwerk Services Deutschland GmbH

Arbeitgeber bereitet das Scheitern der Verhandlungen vor!

  • 21.04.2021
  • Betriebliche Aktionen, Aktuelles, Arbeit vor Ort, Tarif

Seit Oktober verhandelt die IG Metall für die über 350 Beschäftigten bei der Netzwerk Services Deutschland GmbH (NWSD) einen Tarifvertrag mit dem Unternehmen. Wir verhandeln, aber wir lassen uns nicht erpressen!

Das Unternehmen besteht nach wie vor darauf, dass wir uns bei den „wesentlichen Punkten, insbesondere bei den Arbeitszeitfragen“ in seinem Sinne einigen. Das war und das ist mit uns nicht zu machen! Nur wenn wir diese Bedingungen erfüllen ist er dazu bereit mit uns eine absolute Erhöhung der Jahresentgelte zu vereinbaren. Zusätzlich möchte der Arbeitgeber nur einen Haustarifvertrag abschließen. Dieser soll zwar die Flexibilisierungselemente aus dem Rahmentarifvertrag Telekommunikation beinhalten. Sicherheiten, wie z.B. die für uns fundamental wichtige Übernahme der Tariferhöhungen aus der Fläche der Metall– und Elektroindustrie sollen aber nicht übernommen werden. Gleichzeitig reduzieren seine Flexibilisierungswünsche die angebotene Entgelterhöhung: denn dadurch wird es zu weniger Rufbereitschaften sowie mehr Samstagsarbeit ohne Zuschläge kommen.

Keine Sicherheit für Beschäftigte!

Unter der Voraussetzung, dass eine Beschäftigungssicherung zustande kommt, hatte die Verhandlungskommission signalisiert, mit dem Arbeitgeber hier eine Lösung zu finden. Dies hat der Arbeitgeber abgelehnt. Die Verhandlungsgruppe des Arbeitgebers hat am 16.04.2021 unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass ihr Angebot ihr letztes Wort ist, ein weiteres wird es nicht mehr geben.

Teilen und herrschen

Die Aktion vom vergangenen Freitag passt dazu ins Bild. Der Arbeitgeber kommt nun genau mit dem Angebot auf die Beschäftigten zu, welches die Verhandlungskommission – aus sehr guten Gründen – abgelehnt hat. Da die Verhandlungskommission und die Tarifkommission der IG Metall sich nicht erpressen lassen und wir keinen Tarifabschluss um jeden Preis machen werden, versucht jetzt der Arbeitgeber die Belegschaft mit seinem „Angebot“ zu spalten.

Wir stehen zusammen!

Trotz aller haltlosen Vorwürfe uns gegenüber sind wir weiterhin zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Unternehmen bereit. Aber nicht zu jedem Preis und zu einseitig diktierten Bedingungen.

Wir suchen die Eskalation an dieser Stelle nicht. Wenn das Unternehmen sie uns aber aufzwingt, werden wir sie auch führen.

Gemeinsam sind wir S T A R K!