Frankfurt. Die IG Metall im Bezirk Frankfurt will die zentralen Punkte des Tarifabschlusses für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie auch auf die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen übertragen. Ziel ist es, die Vereinbarung zur Entgelterhöhung für die rund 420.000 Beschäftigten in den vier Bundesländern eins zu eins zu übernehmen. Dieses Ziel wird auch für die Möglichkeiten der Beschäftigungssicherung angestrebt. Die Übernahmeverhandlung für Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland (Mittelgruppe) ist am 1. März 2010 in Darmstadt. Für Thüringen wird ebenso zeitnah verhandelt.
IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild wertete das am 18. Februar erzielte Tarifergebnis in Anbetracht der schwierigen Lage als guten Kompromiss. „Mit dem Tarifabschluss bestehen alle Möglichkeiten, Beschäftigung in den Betrieben zu sichern. Es besteht damit kein Grund für die Unternehmen, in der Krise zu kündigen oder Auszubildende nicht zu übernehmen. Arbeitgeber, die trotzdem Entlassungen ankündigen, handeln verantwortungslos und müssen sich auf betriebliche und öffentliche Gegenwehr der Metallerinnen und Metaller einstellen. Die Beschäftigten haben in der Krise bereits enorme Beiträge geleistet, jetzt sind die Arbeitgeber am Zug“, so Armin Schild.
Der in Nordrhein-Westfalen erzielte Tarifabschluss sieht folgende Entgeltsteigerungen vor: Für Mai 2010 bis März 2011 gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 320 Euro; Auszubildende erhalten 120 Euro. Die Auszahlung wird in zwei Teilbeträgen jeweils zum 1. Mai 2010 und zum 1. Dezember 2010 erfolgen. Zum 1. April 2011 ist eine Entgelterhöhung von 2,7 Prozent vereinbart. Diese kann um 2 Monate vorgezogen oder um 2 Monate verschoben werden. Der Entgelttarifvertrag hat eine Laufzeit von 23 Monaten und endet zum 31. März 2012. |