IG Metall Frankfurt
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24.09.2017, 06:09 Uhr

Der Migrationsausschuss

Allein in der Stadt Frankfurt leben Menschen aus mehr als 170 Nationen friedlich zusammen, jede/r Dritte hat keinen deutschen Pass, mehr als 3.000 ausländischen Unternehmen sind hier ansässig, es gibt 109 Konsulate und diplomatische Vertretungen, es werden 17 Städtepartnerschaften in Europa aber auch auf der ganzen Welt - von (Latein-) Amerika bis nach China - unterhalten. Die IG Metall ist mit Abstand die größte Migrantenorganisation in Deutschland. 21% aller Deutschen haben einen Migrationshintergrund. In unserer Mitgliedschaft beträgt der Anteil 24,4%. Das sind rd. 500.000 Kolleginnen und Kollegen. Mit 32% bei den Betriebsräten und 37% bei den Vertrauensleuten fällt der Anteil hier sogar noch höher aus. Das ist eine Grundlage für unser Bekenntnis zur Vielfalt. Daraus ergibt sich, neben vielen spezifischen Themenstellungen, die Wichtigkeit eines Ausschusses für Migrantinnen und Migranten in unserer Geschäftsstelle.

Wir wollen in einer friedlichen, gerechten, Gesellschaft arbeiten und leben, die befreit ist von Ausbeutung, Unterdrückung, Diskriminierung, Hass und Rassismus. Wir wollen eine Gesellschaft in der den Flüchtlingen mit einer Willkommenskultur begegnet wird und nazistische/rechtspopulistische Parolen, Parteien und Mandate keinen Platz haben. Wir sind auch gegen ein "Zuwanderungsgesetz", das Migrantinnen und Migranten nur noch akzeptieren will, wenn sie wirtschaftlich "nützlich" sind. Eine dauerhafte Integration der hier lebenden Migrantinnen und Migranten muss das Ziel sein. Die doppelte Staatsbürgerschaft kann dazu einen Beitrag leisten. Wir wehren uns auch dagegen, dass Gewalt, Krieg und militärische Macht als politische Instrumente eingesetzt werden.

An solchen Zielen und Positionen orientieren wir unsere Aktivitäten und Themen im Betrieb, in der IG Metall, in der örtlichen, regionalen und in ganz Deutschland. Alle Kolleginnen und Kollegen, nicht nur mit Migrationshintergrund, die mitmachen wollen, sind dazu herzlich eingeladen und willkommen.

Hier führen wir einige Beispiele von für uns wichtige Themen an:

  • Die Situation der Flüchtlinge insbesondere ihre Integration in den Arbeitsmarkt.
  • Einwanderungspolitik, Ausländerpolitik, Staatsangehörigkeitsrecht.
  • Die soziale Lage von Migranten. Dazu gehört z. B. auch die Anerkennung ausländischer Abschlüsse inklusive nötiger (Nach-) Qualifizierungen, sowie die sprachliche und fachliche Weiterbildung in Betrieb, Gewerkschaft und Gesellschaft.
  • Gegenwehr gegen Nazis, Rechtspopulisten und deren Aktivitäten und Parolen.
  • Demokratische Beteiligung der Migrantinnen und Migranten im Betrieb, in der IG Metall und in der Gesellschaft.
  • Gegenwehr gegen strukturelle Diskriminierungen.
  • Aktivitäten gegen Kriege und Gewalt in Europa und der Welt.

Wir beraten darüber in unseren regelmäßigen Treffen und Bildungsveranstaltungen. Gerne lassen wir dort auch Fachleute zu Wort kommen.  

Ansprechpartner in der IG Metall Geschäftsstelle Frankfurt ist der Kollege:
Thomas Kasper
Tel. (069) 24 25 31 33 
thomas.kasper(at)igmetall.de


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