IG Metall Frankfurt
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14.12.2019, 08:12 Uhr

Internationaler Tag Gegen Gewalt gegen Frauen

Kundgebung mitten auf der Zeil

  • 27.11.2019
  • Aktuelles, Arbeit vor Ort

Am Tag Gegen Gewalt gegen Frauen waren wir als Ortsfrauenausschuss mitten auf der Zeil am Brockhausbrunnen mit einer Kundgebung, um aufmerksam auf ein Thema zu machen, das immer noch zu häufig verschwiegen wird.

In unseren Redebeiträgen ging es dabei aber natürlich nicht nur um die Gewalt gegen Frauen, sondern um Gewalt gegen Alle. Auch Männer sind betroffen. Das BKA hat 2018 140.755 Fälle von häuslicher Gewalt festgestellt. Das sind 16,9% gemessen an allen Straftaten(-gruppen). 33,9% waren Frauen, 5,3% betroffene Männer.

Wir wollen weiter die Aufmerksamkeit auf dieses gesamtgesellschaftliche Problem legen.

Seit 1981 organisieren Menschenrechtsorganisationen jedes Jahr zum 25. November Veranstaltungen. Ziel ist die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen und die allgemeine Stärkung von Frauenrechten. Dabei sollen vor allem Themen zur Sprache kommen wie: Zwangsprostitution, Sexueller Missbrauch, Sextourismus, Vergewaltigung, Beschneidung von Frauen, Häusliche Gewalt, Zwangsheirat, die Abtreibung weiblicher Föten, weibliche Armut, Femizid etc. Außerdem sollen Programme unterstützt werden, die sich ausdrücklich für eine Gleichstellung von Frauen gegenüber Männern einsetzen; etwa im Bereich Erbrecht, Bildung, Privateigentum, aktives und passives Wahlrecht, Kreditwürdigkeit, Rechtsfähigkeit und das Sichtbarmachen von unbezahlter Arbeitsleistung.

Hintergrund für die offizielle Initiierung des Aktionstages 1999 durch die Vereinten Nationen (Resolution 54/134) war die Entführung, Vergewaltigung und Folterung drei Schwestern und ihre Ermordung im Jahr 1960. Die Schwestern Mirabal waren in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörige des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt worden. (Quelle: Wikipedia, Lizenz: GNU FDL

Wir als IG Metall Frauen fordern unter anderem:

  • die Gleichbehandlung aller Frauen im beruflichen und gesamtgesellschaftlichen Leben,
  • Abschaffung der §§218/219a aus dem Strafgesetzbuch, die Schwangerschaftsabbrüche kriminalisieren,
  • ausreichend Plätze in Frauenhäusern, insbesondere für Migrantinnen,
  • ein Ende der Diskriminierung und die Gleichbehandlung von LSBTTIQ* (lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, transgender, intersexuell, queer, und weitere) Menschen,
  • die Anerkennung der Massenvergewaltigung als Kriegswaffe.

Gemeinsam sind wir stärker!


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