IG Metall Frankfurt
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07.04.2020, 05:04 Uhr

Schutzzone vor pro familia verwirklicht -

Kein Erfolg für Frauen in Frankfurt

  • 14.03.2020
  • Aktuelles

Am 26. Januar haben die sogenannten “Mahnwachen” fundamentalistischer Abtreibungsgegner erneut begonnen. Dazu erklärt der Ortsfrauenausschuss der IG Metall Frankfurt am Main folgendes:

(c) Pro Familia Frankfurt

Die Verweisung der sogenannten Mahnwachen auf einen Platz außerhalb der Sicht- und Rufweite der Beratungsstelle pro familia ist kein wirklicher politischer und gesellschaftlicher Erfolg. Weiterhin müssen sich ratsuchende Frauen, die diesen Rat aufgrund gesetzlicher Bestimmungen durchführen müssen, von FundamentalistInnen drangsalieren lassen.

Auch wenn nun die Landesregierung mit ihrem Erlass deutlich gemacht hat, dass Mahnwachen vor Beratungsstellen und Arztpraxen während der Öffnungszeiten nur außerhalb der Sicht- und Rufweite und zeitlich eingeschränkt vertretbar sind, so bleibt es Frauen auf dem Weg zur Pflichtberatung nicht erspart, an den grausamen Bildern und Aktionen der AbtreibungsgegnerInnen vorbei zu müssen.

Annette Ludwig: "Das solidarische, hartnäckige Engagement von Politik, Gewerkschaft und Zivilgesellschaft kann Veränderungen bewirken. Diese reichen jedoch hier nicht aus. Der rechtliche Rahmen ist wohl aktuell ausgeschöpft. Wir fordern Mitglieder in der IG Metall und alle FrankfurterInnen auf, sich aktiv in Gegenproteste einzubringen. Dass eine wichtige Arbeit versucht wird, zu stören, ist alles andere als christlich - es ist inhuman. Auch die KollegInnen der pro familia sowie deren Arbeit sollte deutlich stärker wertgeschätzt und damit geschützt werden."

Der Ortsfrauenausschuss der IG Metall Frankfurt ergänzt: "Wir werden die Entwicklung im Auge behalten und weiter für eine gesetzliche Regelung einer Schutzzone kämpfen, die Frauen tatsächlich schützt. Aber am Ende des Tages ist eines klar: Wir kämpfen weiterhin für die Abschaffung der §§218 und 219a aus dem Strafgesetzbuch. Beide Paragrafen sind überholt und frauenfeindlich und gehören deshalb nicht mehr in unsere Zeit."

Aktuelles zum §219a auf der Webseite von pro familie: https://www.profamilia.de/ueber-pro-familia/aktuelles/219a-stgb.html


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